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| Geboren wurde die Idee vom „Sportlerheim Brüninghaus“ Anfang der 80er Jahre. Als der Landwirt Eiken-Brüning aus dem erweiterten Ortskern Aschendorfs ausgesiedelt werden sollte, sahen die Verantwortlichen des TuS Aschendorf die Chance, das zum Abriss vorgesehene Ziegelsteinhaus in unmittelbarer Nähe der TuS-Sportanlage als Clubheim zu erhalten. Schnell reifte danach beim Hauptinitiator Josef Möhlenkamp - seinerzeit TuS-Vorsitzender und Geschäftsführer des Kreissportbundes Emsland - die Vorstellung, das Gebäude über den Vereinsrahmen hinaus für intensive Jugendarbeit zu nutzen. Die Stadt Papenburg stellte dem Verein nach Vorlage der Pläne den Bauernhof unter der Auflage zur Verfügung, bei der Restaurierung die Fassade dieses traditionellen Gulfhauses zu erhalten bzw. wieder herzustellen |
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| Gesagt, getan: Im ersten Bauabschnitt – begonnen am 18. November 1983 – wurden die Außenmauern erneuert sowie zwei große Umkleide- und Sanitärräume mit Nebenzimmern fertiggestellt. In der zweiten Phase folgte der Umbau des Tennen- und Gulfbereichs. Hier wurde die Diele „multifunktional“ als großer bzw. kleiner Versammlungsraum mit ergänzenden Räumen umgestaltet. Weiterhin wurden auf dem Dachboden, dem ehemaligen Erntespeicher, Schlafräume mit insgesamt 35 Betten und den dazugehörigen Sanitäranlagen geschaffen. Ergänzt wurden diese Umbaumaßnahmen durch eine rustikal-sportliche Gestaltung der Hoffläche und der einstigen Wagenremise. Durch eine Neugestaltung des Eingangsbereichs wurde das Brüninghaus anschließend optimal in die Sportanlage des TuS Aschendorf an der Emdener Straße integriert. |
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| Zur Finanzierung seines Vorhabens erbrachte der TuS Aschendorf erhebliche Eigenleistungen, führte mit Erfolg eine große Fliesenaktion durch und animierte die örtliche Geschäftswelt und Privatpersonen zu beachtlichen Spenden. Indes: Ohne die Hilfe der öffentlichen Hand wäre das Ziel nicht zu erreichen gewesen. So leisteten unter anderem die Stadt Papenburg, der Landkreis Emsland und das Land Niedersachsen mit diversen Fördermitteln ebenso wichtige Unterstützung wie der Kreis- und Landessportbund. Sogar vom Amt für Agrarstruktur und der Organisation „Deutsche Jugendmarke“ kam finanzielle Unterstützung! |
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| Von grundlegender Bedeutung war überdies die Bereitschaft des Arbeitsamtes, das „Projekt Brüninghaus“ zu fördern. So stellte das Arbeitsamt im Rahmen einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme (ABM) fünf erfahrene Bauhandwerker („Husmoakers“) zur Verfügung. Diese älteren, arbeitslosen Fachkräfte gaben ihr Wissen an junge, ungelernte Arbeitslose weiter. Zu diesem Zweck schuf das Arbeitsamt Leer (Außenstelle Papenburg) einen Lehrgang „Arbeit und Lernen“, an dem jeweils 30 Jugendliche teilnahmen. Sie wurden jeweils im Wechsel eine Woche an der Baustelle des Brüninghauses sowie eine Woche auf der Schulbank ausgebildet, wo sie Lerndefizite abbauen und ihren Hauptschulabschluss nachholen konnten. Insgesamt wurden in den zweieinhalb Jahren Bauzeit 64 Jugendliche beschäftigt. Die Lehrgangsteilnehmer bauten das in die Jahre gekommene Gulfhaus in knapp 30-monatiger Bauzeit in ein modernes Sportheim um und ermöglichten sich damit selbst einen qualifizierten Einstieg in das Berufsleben |
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| Das Projekt „Arbeit und Lernen“ in Aschendorf gehörte zu den erfolgreichsten Maßnahmen zur Unterstützung von Jugendlichen ohne Hauptschulabschluss. Die Bundeszentrale für Arbeit in Nürnberg nannte interessierten Gruppen aus dem In- und Ausland diese Arbeitsmaßnahme als Modellfall. Gäste – unter anderem aus Israel, Argentinien, den Niederlanden und Frankreich – ließen sich das Konzept ausgiebig erläutern. Die Deutsche Sportjugend in Frankfurt forderte den TuS Aschendorf auf mehreren Fachtagungen auf, sein Konzept der Arbeitsmaßnahme Brüninghaus und sein soziales Engagement für jugendliche Randgruppen zu erläutern. |
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 | | Remisenansicht im Innenhof | |
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